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7. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Schlan – Dollin – Berschowitz – Slonitz – Bakow –Schelewtschitz - Schlan

Unsere Wanderung beginnt am Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159). Von hier aus nehmen wir den Weg zum Friedhof und Kloster mit der Kirche der Hlgst. Dreifaltigkeit. Wir gehen durch das Welwarner Tor (Velvarská brána), das um die Jahrhundertwende des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Wir folgen der Na-Vinici-Straße, bis wir auf die Winzer- und Fischersäule stoßen. An dieser vorbei wandern wir nach links bergab oder setzen wir unseren Weg zum Kreuz fort und folgen der Straße in Richtung Dolín.

DIE WINZER- UND FISCHERSÄULE
Es handelt sich um eine Kopie aus der Werkstatt des Bildhauers Václav Nejtek. Die Säule hatte ihren ursprünglichen Platz an der Friedhofmauer in Ovčáry (Owtschar, Schafhütten) unweit der St. Wenzelkirche. Ihr Modell wird im Heimatkundemuseum in Slaný ausgestellt.

DOLÍN - DOLLIN
Das Dorf wurde um das Jahr 1305 von den Schlaner Benediktinern gegründet. Es erschien urkundlich erstmals im Jahr 1325. Aus demselben Jahr stammt auch die Ersterwähnung der hiesigen den hl. Aposteln Simon und Judas geweihten Kirche. Ihr Innenraum wurde im Jugendstil ausgestaltet. Unterhalb der Kirche biegen wir nach links ab, in Richtung Beřovice. Auf dem Weg meiden wird die Nischenkapelle aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

BEŘOVICE - BERSCHOWITZ
Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1348 zurück. Im Dorf finden wir das Denkmal für den Volksschriftsteller Valerián Pejša. Auf dem Dorfplatz steht die Maria Lourdes Kirche. Es handelt sich um einen barocken achteckigen Bau mit achtteiliger Kuppel und Laterne. Sie wurde im Jahr 1732 ausgebaut. Von hier aus folgen wir der Straße in Richtung Zlonice.

ZLONICE - SLONITZ
Im Bereich des Flecken Zlonice wurden die Hockergräber der Aunjetitzer Kultur freigelegt. Diese Funde bestätigten seine prähistorische Besiedlung. Die Gemeinde verblieb im Besitz des Königshauses. Im Jahr 1705 erhob der Kaiser Joseph I. Zlonice zum Flecken. Bei der Ankunft sehen wir rechter Hand die barocke Maria Himmelfahrtkirche. Zu weiteren barocken Bauten der Gemeinde zählt auch das Denkmal für Antonín Dvořák – das ehemalige Spital. Sein Gebäude ließ der Graf Filip Josef Kinský im Jahr 1745 auf eigene Kosten ausbauen. Einen wertvollen Bestandteil des Denkmals bildet das rekonstruierte und im Jahr 1984 feierlich eröffnete Nachbargebäude „Varhaníkovna“ (Organistenhaus). In seinen Räumen lebte Antonín Liehman, Lehrer von Antonín Dvořák. Anstelle des alten Rathauses aus dem Jahr 1707 und des Hauses Nr. 136 wurde in den 90. Jahren des 19. Jahrhunderts ein neues Rathaus ausgebaut. Die neue Gemeindeschule wurde in den Jahren 1891-1893 vom Baumeister Václav Faigl erbaut. Am 16. September 1911 wurde der Anbau der Bürgerschule fertig gestellt. In der Gemeinde befindet sich auch das Bahnmuseum. Der Schwerpunkt seiner Sammlungen liegt im Zeitraum bis 1939.

DER JÜDISCHE FRIEDHOF IN SLONITZ
Das Magdeburger Recht, nach dem auch die Stadt Slaný verwaltet wurde, galt für die jüdische Bevölkerung nicht, da sie allgemein als nicht Teil der ursprünglichen städtischen Bevölkerung angesehen wurden. Sie lebten außerhalb der Stadt Slaný, in der Umgebung und auch in Zlonice. Nach erhaltenen Berichten siedelten sich die Juden in Zlonice am Ende des 16. Jahrhunderts an. Hiesige Judengemeinde gehörte zu den ältesten in Böhmen. Der alte jüdische Friedhof bleibt hier dauerhaft erhalten. Von Zlonice folgen wird der Straße Richtung Slaný am Friedhof vorbei über Bakov und Želevčice. Rechter Hand meiden wir ein altes steinernes Kreuz aus dem Jahr 1858.

BAKOV - BAKOW
Das Dorf wurde im Jahr 1267 erstmals erwähnt. Auf dem Dorfplatz sehen wir eine ursprünglich barocke viereckige Kapelle mit Glockenturm. Diese wurde im 19. Jahrhundert umgestaltet.

Die Sgraffiti in Bakow
Am Speichergebäude des Hofs in Bakov wurden im Jahr 1900 wertvolle Sgraffiti freigelegt. Sie stammten vermutlich aus dem 16. Jahrhundert und stellten die etwa 1 m hohen Tier- und Jagdabbildungen mit Pflanzenornamenten dar. Die Reste der freigelegten Sgraffiti sind heute auf der südlichen Seite der Feste in Bakov zu sehen.

ŽELEVČICE - SCHELEWTSCHITZ
Die Ersterwähnung des Dorfes geht auf das Jahr 1227 zurück. Hiesige Feste ging im 17. Jahrhundert zugrunde. Das aus der Hälfte des 18. Jahrhundert stammende Herrenhaus dient heute als eine private Galerie. Der Speicher auf dem Dorfplatz datiert aus dem Jahr 1776. Die Kapelle wurde im Jahr 1913 erbaut.

Gesamtlänge: 17,5 km. Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet. Die Route führt über die Gemeinde- und Kreisstraßen.
Slaný – Dolín 3,5 km
Dolín – Beřovice 2 km
Beřovice – Zlonice 3,5 km
Zlonice – Bakov 3 km
Bakov – Želevčice 1,5 km
Želevčice - Slaný 4 km

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